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Ratgeber: Falsch Heizen mit SmartHome

In den Werbelöcken der Medien wird immer wieder publiziert, das man mit intelligentem Heizungszubehör wie elektronische Heizkörperventile und SmartHome bis 31% Heizenergie einsparen kann. Doch was ist dran an dieser Werbeaussage?

Sparen mit SmartHome: "Immer wenn ich das Haus verlasse, drehe ich die Heizung runter"

Ach ja? Haben Sie auch daran gedacht, den Kühlschrank herauszuziehen? Schließlich sind Sie ja nicht da. Auf die absurde Idee, den vollen Kühlschrank während Abwesenheit abtauen zu lassen, ist ja wohl noch keiner gekommen. Warum nicht? Weil es Quatsch ist, das weiß doch jeder. Man könnte zwar Energie einsparen, jedoch wird die Wurst schmierig und der Fisch fängt an zu stinken.

Das mit dem Kühlschrank versteht jeder. Doch bei der Heizung wird in der Werbung genau das Gegenteil behauptet. Natürlich läßt sich beim Herunterregeln der Heizung erheblich Energie einsparen. Das im Gegenzug jedoch das Haus abkühlt, berichtet keiner. Nun sind wir an dem Punkt angekommen, uns nicht von Werbeaussagen blenden zu lassen und den Tatsachen auf den Grund zu gehen. Als ersten Punkt müssen wir klären:

Was ist Heizen überhaupt?

Heizen bedeutet lediglich, den Wärmeverlust des Hauses auszugleichen. Der Wärmeverlust wird durch die Außenhülle des Gebäudes, also das Mauerwerk bestimmt. Ein wärmegedämmtes Mauerwerk hat weniger Verluste als ein ungedämmtes. Je kälter es draußen ist oder anders gesagt je wärmer der Raum ist, desto höher sind die Verluste. Es geht dabei nur um die Temperaturdifferenz außen-innen. Der Wärmeverlust wird also durch das Haus verursacht und nicht durch die Bewohner. Dem Wärmeverlust ist es egal, ob jemand zuhause ist oder nicht.

Das Herumfummeln an den Heizkörperventilen ist ein schwerer Eingriff in die Bauphysik

Die Frage, die zuerst beantwortet werden muß ist die, wann sich der Mensch wohl fühlt. Das sind i.d.R. 20-23°C. Dabei ist es egal, ob er im Wohnzimmer vor dem Fernseher sitzt oder draußen im Garten. Also muß die Wohlfühltemperatur ins Wohnzimmer. Die besteht aus der Lufttemperatur in der Mitte des Raumes und der Temperaturabstrahlung der Wände. Meist steht das Sofa an der Wand. Hauptheizquelle ist der warme Heizkörper, gefolgt von den Wänden. Diese gelten als Wärmespeicher. Sie tragen zur Raumheizung bei, verhalten sich aber extrem träge. Wird nun die Heizung gedrosselt, kühlen die Wände systematisch aus und es wird kalt. Es ist so, als würde das Sofa vor dem geöffneten Kühlschrank stehen. Es dauert sehr lange, bis sich die Wände wieder erwärmen. Deshalb ist ein kontinuierliches Heizen notwendig. Ein unqualifiziertes Herumfummeln an den Heizungseinstellungen erhöht den Energieverbrauch. Was versäumt wird, muß schließlich wieder aufgeholt werden. Falls Sie das noch nicht richtig verstanden haben, gibt es nun die Erklärung auf einer anderen Ebene.

Erklärung für Kids oder Hilfe - die Badewanne läuft über

Nehmen wir an, das Mauerwerk ist eine Badewanne. Die Menge des Wassers darin stellt die Wärmeenergie der Wände dar. Überlaufendes Wasser über den Badewannenrand betrachten wir als Wärme im Raum. Zusätzlich stellen wir fest, das der Stöpsel der Badewanne nicht ganz dicht ist. Die Undichtheit bezeichnen wir als Wärmeverlust des Mauerwerkes. Noch ist die Badewanne leer. Nun wollen wir sie füllen. Wir drehen den Hahn auf. Der Hahn stellt den Heizkessel dar. Das Füllen dauert eine gefühlte Ewigkeit, die Heizung läuft auf Hochtouren. So verhalten sich auch kalte Räume. Sie brauchen sehr lange, bis sie sich erwärmen, die Heizung tanzt im Keller Samba. Ist die Badewanne voll, droht sie überzulaufen. Das übergelaufene Wasser ist ein Vergleich zur Raumtemperatur. Läuft Wasser über, wird es zu warm im Raum. Der Wasserhahn könnte nun zugedreht werden, wenn doch nicht der Wasserverlust durch den Stöpsel wäre. Drehen wir ihn gänzlich zu, leert sich die Badewanne bzw. die Wände kühlen wieder ab. Das wäre der Effekt, wenn bei Verlassen des Hauses die Heizung heruntergedreht wird. Es braucht beim Nachfüllen eine Ewigkeit, bis die Badewanne wieder voll ist. Die Kunst des Heizens besteht nun darin, den Wasserhahn nur soweit zu öffnen, das die Badewanne an der Schwappgrenze gehalten wird. Dazu ist sehr wenig Wasser bzw Heizleistung nötig. Genau das übernehmen die altmodischen Heizkörperventile.

In der Kontinuität liegt die Ersparnis

Wird der Raum nun kontinuierlich beheizt (auch nachts), erwärmen sich die Wände und strahlen Wärme Richtung Sofa ab. Erst dann wird es Ihnen im Raum zu warm. Jetzt können Sie die Raumtemperatur senken ohne zu frieren. Das erspart Ihnen 6° Heizkosten je grd. Ein ständiges Drehen an den Heizkörperventilen erhöht den Energieverbrauch. Fahren Sie in den Urlaub und sind eine längere Zeit nicht da, dürfen Sie die Heizung ruhig drosseln. Die mehrtägige Wärmeeinsparung überwiegt die Aufwärmkosten bei Urlaubsende.

Die Möglichkeiten der genauen Heizkurveneinstellung sind durch den Einsatz des Reglers in der Haustechnikstation HTS gegeben. Das bedeutet: Energieeinsparung ohne zu frieren.


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